#09 – Nationalismus nach 1945

Das 3. Reich und der Nationalsozialismus sind das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Der einst emanzipatorische Gedanke des Nationalismus wurde ad absurdum geführt, sein befreiendes Versprechen aufs Äußerste pervertiert. Es gibt die These, dass es eine Entwicklung von einem links- zu einem rechtsgerichteten Nationalismus gab und, dass diese Entwicklung mitschuldig an den Schrecken der NS-Zeit war. In jedem Fall ist aber nach Ende des zweiten Weltkrieges ein Bruch in Deutschland zu erkennen. Die nationale Idee verschwand zwar nicht, allerdings wird Nationalismus seitdem weit weniger zur Schau gestellt.
Das liegt vor allem an der negativen Konnotation, die dieser Begriff heute hat. Seit dem zweiten Weltkrieg versteht man darunter vor allem den Hass gegenüber anderen Nationen. Dem gegenüber steht meist der Begriff des Patriotismus, der die Liebe zu seinem eigenen Land beschreiben soll. In der öffentlichen Wahrnehmung ist so oft, vereinfacht ausgedrückt, das Anfeuern der deutschen Fußballnationalmannschaft bei einer Weltmeisterschaft eher Patriotismus, wohingegen Demonstrationen der PEGIDA eher gefährlichen Nationalismus ausdrücken. Solche Unterscheidungen sind jedoch äußerst umstritten. Hinzu kommt, dass es seit geraumer Zeit auch Gruppierungen gibt, die das Konzept von Nation und Nationalismus generell in Frage stellen.


Mehr Infos auf der Homepage:
www.radioq.de/Nationalismus

Ausserdem:
Das gesamte Interview mit der „Gruppe gegen Kapital und Nation“:
http://www.radioq.de/nationalismus10/

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